TECHNIK

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Enev 2016

In der Energieeinsparverordnung (EnEV) wird festgelegt, wie hoch der Energiebedarf eines Hauses pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr maximal sein darf. Die Ermittlung des Energiebedarfes erfolgt anhand eines jeweils definierten Referenzhauses. Unter definierten Gegebenheiten und Einsatz eines für den Gesetzgebers geeigneten aktuellen Heizungssystemes wird der Energieverbrauch eines Wohnhauses berechnet. Davon ausgehend wird die Relationen des real notwendigen Energiebedarfes zu diesem Referenzwert für die Klassifikation einer Effizienzhausklasse angesetzt.

Mit der neuen EnEV blieben zwar die Grundlagen der Berechnung der Referenzwerte gleich, es wurden aber die zulässigen Grenzen von einst 100% auf 75% bezogen auf das Referenzhaus reduziert. Das bis Ende 2015 bestehende Effizienzhaus 70 (30% besser als das Referenzhaus) gleicht somit nahezu der neuen Grenzwerte. Allgemein wird auch davon gesprochen, dass das ehemalige Effizienzhaus 70 nun die neue Obergrenze für den zulässigen Energiebedarf ist, die der Gesetzgeber vorschreibt.

Standard
KFW 55 EFFIZIENZHAUS
Kfw 40 effizienzhaus

Standard

Gebäudehülle:

  • 30 cm Porenbetonaußenwände PPW 2, ʎ= 0,09 W/(mK)
  • Decke DG: 24 cm Wärmedämmung aus Mineralwolle WLG 035 zwischen den Kehlbalken
  • Dach: 24 cm Wärmedämmung aus Mineralwolle WLG 035 zwischen den Sparren inkl. höhere Querschnitte der Dachkonstruktion
  • 3-fach verglaste Fenster, Ug= 0,7 W/m²K

Anlagentechnik:

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe, Außenaufstellung, (Vaillant aroTHERM VWL 85/2 mit 285 L Warmwasserspeicher oder gleichwertig)
  • Fußbodenheizung im gesamten Haus (außer Keller)

Alternativ ist folgende Anlagentechnik (mit Aufpreis) möglich:

  • Brennwerttherme, Fabrikat Vaillant (Modell: eco TEC plus VC 146/5-5 oder eco TEC plus VC 206/5-5 mit nebenstehendem Warmwasserspeicher VIH S300 L und 2 Flachkollektoren oder das platzsparende Kompaktgerät auro COMPACT VSC S 146/4-5 oder VC 206/4-5 mit integriertem Warmwasserspeicher 150 und 2 Flachkollektoren)
  • Warmwasserversorgung erfolgt mittels Brennwerttherme und den darauf abgestimmten Solar-Flachkollektoren für Aufdach-Montage
  • Fußbodenheizung im gesamten Haus (außer Keller)
  • Dezentrale Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, System Lunos e²

 

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Kfw 55 effizienzhaus

Umfang der KfW Förderung für das Effizienzhaus 55

  • ab 1,21 % effektiver Jahreszins für ein KfW Darlehen aus dem Programm 153 „Energieeffizient bauen“
  • bis 100.000 € KfW-Darlehen je Wohneinheit
  • 5.000 € Tilgungszuschuss für KfW-Effizienzhausklasse 55
  • flexibel kombinierbar mit anderen Fördermitteln
    (Angaben auf Basis der KfW Aussagen unter https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Neubau/Förderratgeber)
VORAUSSETZUNGEN FÜR DAS EFFIZIENZHASE KfW 55

Leistungsbeschreibung - Effizienzhaus KfW 55:

Änderungen bzw. zusätzliche Leistungen zum Standardhaus:

Gebäudehülle:

  • 36,5 cm Porenbetonaußenwände PPW 2, ʎ= 0,08 W/(mK) anstatt 30 cm Porenbetonaußenwände
  • 3-fach verglaste Fenster, Ug = 0,6 W/m²K

Anlagentechnik:

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe, Innenaufstellung (Nibe F7-Serie mit 265 L Warmwasserspeicher oder gleichwertig
  • Fußbodenheizung
  • Dezentrale Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung

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Kfw 40 effizienzhaus

Umfang der KfW Förderung für das Effizienzhaus 40
  • ab 1,21 % effektiver Jahreszins für ein KfW Darlehen aus dem Programm 153 „Energieeffizient bauen“
  • bis 100.000 € KfW-Darlehen je Wohneinheit
  • 10.000 € Tilgungszuschuss für KfW-Effizienzhausklasse 40
  • flexibel kombinierbar mit anderen Fördermitteln (Angaben auf Basis der KfW Aussagen unter https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Neubau/Förderratgeber)
VORAUSSETZUNGEN FÜR DAS EFFIZIENZHASE KfW 40
Leistungsbeschreibung - Effizienzhaus KfW 40:

Änderungen bzw. zusätzliche Leistungen zum Effizienzhaus KfW 55:

Gebäudehülle:

  • 24 cm Porenbetonaußenwände PPW 2, ʎ=0,09W/(mK) mit 16 cm WDVS WLG 035
  • Decke DG: + 6 cm Unterkehlbalkendämmung WLG 035
  • Dach: + 6 cm Untersparrendämmung WLG 035
  • 3-fach verglaste Fenster, Ug = 0,5 W/m²K

Anlagentechnik:

  • Wie KfW 55-Effizienzhaus
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WÄRMEPUMPE - EFFEKTIVE
BEWÄHRTE HEIZTECHNIK

Eine Wärmepumpen-Heizungsanlage besteht aus drei Teilen: die Wärmequelle, die der Umgebung die benötigte Energie entzieht; die eigentlichen Wärmepumpe, die die gewonnene Umweltwärme nutzbar macht; sowie dem Wärmeverteil- und Speichersystem, das die Wärmeenergie im Haus verteilt oder zwischenspeichert. Der technische Prozess läuft dabei in drei Schritten ab.

SCHRITT 1

GEWINNUNG - DIE WÄRMEQUELLE

In der Wärmequellanlage zirkuliert eine Flüssigkeit, häufig eine Sole, d.h. Wasser, das mit Frostschutzmittel versetzt ist. Die Flüssigkeit nimmt die Umweltwärme, z.B. aus dem Erdreich oder dem Grundwasser, auf und transportiert diese zur Wärmepumpe. Eine Ausnahme bilden Luft-Wärmepumpen. Diese saugen über einen Ventilator die Außenluft an, die der Wärmepumpe die Umgebungswärme zuführt.

SCHRITT 2

NUTZBARMACHUNG - DIE EIGENTLICHEN WÄRMEPUMPE

In der Wärmepumpe befindet sich ein weiterer Kreislauf, in dem ein so genanntes Kältemittel zirkuliert. In einem Wärmetauscher, dem Verdampfer, wird die Umweltenergie von dem ersten Kreislauf auf das Kältemittel übertragen, das dadurch verdampft. Bei Luftwärmepumpen erhitzt die Außenluft das Kältemittel. Der Kältemitteldampf wird nun zu einem Verdichter/Kompressor weitergeleitet. Dadurch hebt sich das Temperaturniveau des gasförmigen Kältemittels, es wird also heißer. In einem weiteren Wärmetauscher, dem so genannten Verflüssiger, wird das unter hohem Druck stehende, heiße Kältemittelgas nun kondensiert, wobei es seine Wärme wieder abgibt. Anschließend wird das verflüssigte Kältemittel zu einer Drossel, in der der Druck des Kältemittels wieder verringert wird, geleitet. Das nun flüssige, entspannte Kältemittel wird schließlich zum Verdampfer zurückgeführt.

SCHRITT 3

BEHEIZUNG DURCH WÄRMEVERTEILUNG

In dem zu beheizenden Gebäude befindet sich nun das Wärmeverteil- und Speichersystem. Darin zirkuliert als Heizmedium in der Regel Wasser. Dieses Wasser nimmt die Wärme, die das Kältemittel im Verflüssiger abgibt, auf und leitet dieses entweder zu einem Verteilersystem, wie z.B. Flächenheizungen oder Heizkörpern, oder zu einem Heizungspuffer- bzw. Warmwasserspeicher.

SOLARANLAGE

Solarkollektoren sammeln Sonnenlicht und wandeln es in Absorbern in Wärme um. Sie Absorberstreifen sind mit Rohren verbunden, die ein frostsicherer Wärmeträger, in der Regel ein Wasser/Glykol-Gemisch, durchströmt. Der Wärmeträger nimmt die Wärme auf und transportiert diese in einen Solarwärmespeicher.

Da die Zeit der Sonneneinstrahlung und der Verbrauch von Wärme zeitlich oft auseinander liegen, ist ein Speicher für die Wärme wesentlicher Bestandteil eines Solarsystems. Der Speicher soll die Wärme solange vorhalten, bis der Verbraucher sie nachfragt. Typische Anlagen zur reinen Brauchwassererwärmung bestehen aus einem Zweikreissystem, in dem der Solarkreis vom Brauchwasserkreis getrennt ist. Angetrieben durch eine Pumpe transportiert der Solarkreis die Wärme zum Wärmetauscher, der diese an den Brauchwasserspeicher abgibt.

Die Regelung ist so angelegt, dass die Pumpe in Gang gesetzt wird, sobald die Temperatur im Kollektor einige Grade über der Temperatur im Speicherteil der Anlage liegt. Im Sommer reicht die gewonnene Sonnenwärme meist für den gesamten Warmwasserbedarf. In den Wintermonaten, wenn das Strahlungsangebot der Sonne geringer ist, muss das solar vorgewärmte Wasser zusätzlich mit einer konventionellen Öl-, Gas- oder Holzheizung bzw. Wärmepumpe erwärmt werden.

Soll die Solarwärme auch die Raumheizung unterstützen, verwendet man meist ein Zweispeichersystem. Neben einem Brauchwasserspeicher benötigt man hier einen zweiten, größeren Speicher als Wärmepuffer für die Heizung. Brauchwasser- und Pufferspeicher werden mit Solarwärme beladen, vorrangig jedoch der Brauchwasserspeicher. Der Pufferspeicher soll die Wärme sonnenreicher Stunden für die Zeit gesteigerter Nachfrage bereit halten. Steht im Winter nicht genügend Sonnenstrahlung zur Verfügung, wird die konventionelle Heizung zugeschaltet, sobald die Temperatur im oberen Teil des Speichers zu gering ist.

Photovoltaik

Hauptbestandteil der meisten Solarzellen einer Photovoltaik-Anlage ist Silizium, das auf der Erde nahezu unbeschränkt vorhanden ist – beispielsweise im Sand. Fällt Licht auf eine Solarzelle, fließt elektrischer Gleichstrom. Die einzelnen Solarzellen werden in Solarmodulen zusammengefasst. Aus diesen Modulen wird die PV-Anlage gebaut, die dann aus dem Sonnenlicht Gleichstrom produziert.
Der Gleichstrom wird vom Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt und ins Stromnetz eingespeist: Das ist saubere Energie, die sich dank der PV-Anlagen Vergütung auch wirtschaftlich rechnet. Jeder Quadratmeter einer PV-Anlage erzeugt in Norddeutschland jährlich ca. 100 kWh Strom, der nicht mehr von Kraftwerken erzeugt werden muss.

Die Leistung von PV-Anlagen wird in Kilowatt peak angegeben und bezieht sich auf die maximal erreichbare Leistung (peak) unter so genannten Standard-Testbedingungen. Übliche PV-Anlagen benötigen eine Fläche von 8 m² pro kWp. Zur Gestaltung bieten sich dabei verschiedene Bauarten an. Ob Solardachziegel, Dachintegration oder Aufdach-Montage. Das Spektrum ausgereifter Systeme ist groß. Wichtig ist aber: Kein Schatten! Denn sonst sinkt die Leistung der PV-Anlage und die Erträge werden gemindert.
Die Einspeisevergütung für Solarstrom gibt es übrigens bundesweit. 20 Jahre lang, vertraglich gesichert und unabhängig von politischen Wechseln.

Pelletheizung

Pellets sind bei gleichem Heizkomfort eine vollwertige Alternative zur Öl- oder Gasheizung. Dabei sind sie CO₂-neutral und sauber in der Verbrennung. Sie bestehen zu 100% aus unbehandelten Holz-Sägespänen. Diese werden getrocknet und mit einem natürlichen Bindemittel (Maisstärke) unter hohen Druck zum Pellet gepresst. Durch die ebenmäßige Form eignen sie sich zum vollautomatischen Heizbetrieb, sind leicht zu transportieren und lagern.

DIE GASBRENNWERTTHERME
EFFIZIENT UND PLATZSPAREND

Die Gasbrennwerttherme ist ein kompaktes Heizgerät, das fast in jedem Haus installiert werden kann. Im Vergleich zu anderen Systemen ist die Brennwerttherme aber nicht nur günstig, sondern auch effizient. So kann sie nahezu die ganze, im Brennstoff gespeicherte Energie für Heizung und Warmwasserbereitung nutzen.

Ist das Heizgerät sparsam?

Gasbrennwerttherme nutzen den so genannten Brennwerteffekt. Dabei kühlen sie die bei der Verbrennung entstehenden Abgase, bis das darin befindliche Wasser kondensiert. Auf diese Weise kann fast die gesamte, im Gas gespeicherte Energie für die Heizung nutzbar gemacht werden. Im Vergleich zu alten Standard- oder Niedertemperaturkesseln ist das besonders effizient. Denn durch die Brennwert-Nutzung sinken neben dem Energieverbrauch auch die Heizkosten.

REGENWASSERNUTZUNG

In Deutschland verbraucht jeder Bürger im Durchschnitt 127 Liter Trinkwasser am Tag. Allein 40 Liter davon werden für die Toilette verbraucht, was zusammen mit der Gartenbewässerung eine Verschwendung von Trinkwasser bedeutet. Steigende Preise für Trinkwasser und Abwasser in Verbindung mit einer erhöhten Sensibilität für das kostbare Gut Trinkwasser haben in den letzten Jahren die Einführung von Anlagen zur Regenwassernutzung insbesondere bei Neubauten voran getrieben.

Aufbau einer Anlage zur Regenwassernutzung

Grundsätzlich besteht eine Anlage zur Regenwassernutzung aus folgenden Komponenten:

Zisterne – Filter – Hauswasserwerk – Leitungsnetz

Das vom Dach abfließende Niederschlagswasser wird über einen Regenwasserfilter in den Regenwasserspeicher geleitet. Je nach Platzverhältnissen ist dabei der Einbau innerhalb oder außerhalb (unterirdisch) des Hauses möglich. Im Haus kommen in der Regel Kunststofftanks aus Polyethylen zum Einsatz. Bei einem unterirdischen Einbau im Garten können sowohl Kunststoff als auch Betonzisternen verwendet werden. Durch eine beruhigte Zuführung des Regenwassers werden Schmutzstoffe am Boden des Speichers abgelagert. Um bei voller Zisterne ein Überlaufen zu verhindern, muss ein Anschluss zum Kanal oder zur Versickerungsmulde vorhanden sein. Das im Speicher gesammelte Wasser wird mittels Saugpumpe zu den einzelnen Verbrauchsstellen gefördert. Hierfür ist ein eigenes Leitungsnetz erforderlich, das in der Regel aus Kunststoff besteht. Durch eine automatisch Füllstandserfassung und Nachspeisung wird die Versorgung bei leerem Speicher durch die Einspeisung von Trinkwasser sichergestellt.

Smart home

Smart Home dient als Oberbegriff für technische Verfahren und Systeme in Wohnräumen und –Häusern, in deren Mittelpunkt eine Erhöhung von Wohn- und Lebensqualität, Sicherheit und effizienter Energienutzung auf Basis vernetzter und fernsteuerbarer Geräte und Installationen sowie automatisierbarer Abläufe steht.
Unter diesen Begriff fällt sowohl die Vernetzung von Haustechnik und Haushaltsgeräten (zum Beispiel Lampen, Jalousien, Heizung, aber auch Herd, Kühlschrank und Waschmaschine), als auch die Vernetzung von Komponenten der Unterhaltungselektronik (etwa die zentrale Speicherung und heimweite Nutzung von Video- und Audio-Inhalten).

Von einem Smart Home spricht man insbesondere, wenn sämtliche im Haus verwendeten Leuchten , Taster und Geräte untereinander vernetzt sind, Geräte Daten speichern und eine eigene Logik abbilden können. Geräte sind teilweise auch getagged, was bedeutet, dass zu den Geräten im Smart Home Informationen zum Beispiel über Hersteller, Produktnamen und Leistung hinterlegt sind. Dabei besitzt das Smart Home eine eigene Programmierschnittstelle, die (auch) via Internet angesprochen und über erweiterbare Apps gesteuert werden kann.
Eng verwandt mit diesen Verfahren und Systemen sind solche des Smart Metering, bei denen der Schwerpunkt auf dem Messen und einer intelligenten Regulierung des Energieverbrauchs liegt.
Neben „Smart Home“ haben sich Begriffe wie Intelligentes Wochnen „eHome“. „Smart Living“ und weitere Bezeichnungen etabliert, die sich teils nur in Bedeutungsschattierungen unterscheiden. Zu dem verwenden Hersteller von Smart-Home-Anlagen und –komponenten weitere, speziell auf deren individuelles Marketing abgestimmte Begriffe.